Die Erkrankung der Kopfhaut ist ein ernst zu nehmendes Prob­lem. Der Lei­dens­druck ist hoch und der Wun­sch nach einer erfol­gre­ichen Ther­a­pie ist groß. In den let­zten Jahren kon­nten beson­ders bei der Diag­nos­tik und Ther­a­pie des ver­mehrten Haa­raus­falls große Erfolge erzielt wer­den. Bei vie­len Hautärzten ist es nicht beliebt, diese Erkrankung zu diag­nos­tizieren und zu behan­deln. Das hat ver­schiedene Gründe:

  1. Der Zeitaufwand, der bei der Erhe­bung der Krankengeschichte (Anam­nese) notwendig ist, ist erheblich.
  2. Die Diag­nos­tik, die von den Kassen nicht immer in vollem Umfang über­nom­men wird, ist zum Teil teuer und aufwendig. Dabei wird verkannt, dass Haa­raus­fall ein Hin­weis für zum Teil schw­er­wiegende Erkrankun­gen sein kann. Eine Ther­a­pie der Grun­derkrankung kön­nte den Haa­raus­fall ver­hin­dern und zu nor­malem Haar­wuchs führen.
  3. Vor eini­gen Jahren war die Behand­lung des häu­fig vork­om­menden Anlage-​bedingten (andro­genetis­chen) Haa­raus­falls für Patient und Arzt sehr frus­tri­erend, weil außer bei aufwendi­gen Haar­trans­plan­ta­tio­nen in der Regel kein Heilungser­folg zu verze­ich­nen war. Es ist zum Teil noch nicht bekannt, dass es mit­tler­weile gute, wis­senschaftlich fundierte, neben­wirkungsarme und in der Regel sehr erfol­gre­iche Ther­a­piemöglichkeiten für Frau und Mann gibt.
  4. Haa­raus­fall lässt sich mit­tler­weile in der Regel sehr gut diag­nos­tizieren und erfol­gre­ich sowie neben­wirkungsarm behandeln.

Die Lösung des Prob­lems des ver­mehrten Haa­raus­falls wird in meiner Praxis wie folgt angegangen:

  1. vor der Ther­a­pie kommt die Diag­nos­tik, weil Haa­raus­fall sehr viele ver­schiedene Gründe haben kann (z. B. Tumoren, Gifte, Medika­mente, Stress, inner­liche Entzün­dun­gen, Entzün­dun­gen der Kopfhaut).
  2. Wenn andere, wie unter Punkt 1 aufge­führte Gründe für Haa­raus­fall diag­nos­tisch abgek­lärt sind, ist der Anlage-​bedingte (andro­genetis­che) Haa­raus­fall am Wahrscheinlichsten.
  3. Ther­a­pie des andro­genetis­chen Haa­raus­falls: Es gibt, wis­senschaftlich ein­deutig als wirk­sam nachgewiesene Ther­a­pien, die bei einem Großteil der Patien­ten den Haa­raus­fall stop­pen und/​oder zu einem neuen Haarwach­s­tum führen können
  4. Frauen und Män­ner wer­den indi­vidu­ell auf sie abges­timmt therapiert.